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Seit der Gründung der Nationalen Volksarmee 1956 weisen alle Uniform- Dienstvorschriften ( Uniformarten und ihre Trageweise) diverse Uniformen für weibliche Armeeangehörige aus. Anfangs gab es für Frauen nur  Dienst-& Ausgangsuniformen. Ab 1973 kam noch Felddienstbekleidung im bekannten Strichtarnmuster hinzu. Waren Frauen in Uniform noch in den 60ziger Jahren eher etwas Besonderes, stieg ab Mitte der 70ziger Jahre ihr Anteil deutlich an. Für die Mitte der 80ziger Jahre wies die NVA Personalverwaltung ca.3500 Planstellen aus, die für Frauen geeignet waren und mit entsprechenden Bewerberinnen besetzt werden konnten. Bis zum Ende der NVA blieben aber gerade weibliche Offiziere eher die Ausnahme. Als Soldat begegnete man mit Sicherheit eher einem General als einer Frau Offizier. Bis 1988 gab es ständig ca.100 weibliche Offiziere, die meisten davon im medizinischen Bereich. Die uns bekannte Höchstdekorierteste war Frau Oberst MR Dr.Schenderlein vom Zentralen Armeelazarett Bad Saarow. An den Lazarettstandorten Leipzig und Dresden gab es wohl noch je eine Frau Oberstleutnant. Aus Mangel an ausreichend geeigneten männlichen Offiziersbewerbern beschloß das MfNV 1983 verstärkt junge Frauen für den Offiziersberuf zu gewinnen und ab 1984 an den OHS der Landstreitkräfte Zittau und OHS der Luftstreitkräfte in Kamenz auszubilden. Ab 1985 zogen die Grenztruppen mit einem eigenen Lehrgang an der OHS in Suhl nach. Zum Ende der NVA wies der Personalbestand 1989 gerade einmal 190 weibliche Offiziere aus. Wir möchten den historisch Interessierten auf dieser Seite eine kleine Auswahl uns vorliegender Stücke vorstellen . Viel Spass!

In der Armeerundschau 9-1988 gefunden- die dienstgradhöchste Frau der NVA!


13.08.1988 Leutnant der mot. Schützen
Nach 4 langen Ausbildungsjahren erhielten an diesem Tag die ersten Frauen an der OHS der LASK in Zittau ihr Offizierspatent und wurden zu Leutnanten ernannt. 1984 begann die Ausbildung und fast 1/3 der gestarteten Offiziersschülerinnen schied schon vor dem Abschluß aus. Ein Krimi ist die Verleihung der Ehrendolche. Ursprünglich sollten die weiblichen Offiziere, wie bisher üblich, keine bekommen. Eine Eingabe der Damen an höchster Stelle brachte Bewegung in die Angelegenheit. Erst 48 h vor dem Abschlussappell wurde durch den damaligen Minister f. NV , Heinz Kessler, der Befehl erlassen, dass der Ehrendolch auch den Frauen zu überreichen ist. Aus der laufenden Produktion in Mühlhausen wurden nun Dolche (ohne Einzelkartons, Alle aus einer Kiste!) herbeigeschafft. Nun begann für die Schneiderei der Stress mit dem Anpassen des Dolches und der Achselschnur für jede der Damen mit ihrer persönlichen Uniform. Eine planmäßige Befestigung an der Jacke gab es logischerweise bis dato noch nicht. Die Lösung sehen sie weiter unten. Wir danken der Trägerin für die freundliche Leihgabe ihrer Uniform!
Übergabe des Ehrendolches
an die ersten weiblichen
Absolventen der
Offiziershochschule
der Luftstreitkräfte
"Franz Mehring" in
Kamenz 1988.
Foto aus Keubke
"Uniformen der
Nationalen Volksarmee"


In der Septemberausgabe der
Armeerundschau 1986 erschien
eine Reportage über eine
Offiziersschülerin der OHS Löbau.
Der begleitende Text im Heft ist zwar DDR typisch nichtssagend und das übliche klassenbewusste Bla-Bla , aber die Fotos sind schon schöne Belege. Man begann so vermutlich die
Truppe schon mal darauf vorzubereiten,
dass demnächst nicht nur im Med-Punkt
eine Frau Leutnant das Sagen hat!
07.Oktober 1989
Oberleutnant der mot.Schützen
Für die Frau Oberleutnant war der Festempfang zum 40. Jahrestag der DDR die letzte Gelegenheit ihre Galajacke mit Auszeichnungen anzulegen. Als Offizier- Quereinsteigerin über ein Ökonomie Hochschulstudium war sie trageberechtigt für das Absolventenabzeichen, hatte aber keinen Ehrendolch wie die weiblichen Absolventen der Offiziershochschulen der NVA und GT. Bis 1988 kamen die wenigen weibl. Offiziere fast ausschließlich über ein ziviles Studium ( meist Medizin) zur NVA. Anfang 1990 verließ sie die NVA, da die Bundeswehr absehbar keine der Offiziersfrauen übernehmen würde. Zu diesem Zeitpunkt war die BW in puncto Frauen als Offizier in der Truppe noch nicht so weit wie die NVA .
Unsere Uniform ist eine Maßanfertigung
mit Hose für eine große ( ca.175-180cm),
sehr schlanke Frau. Verkauft!
Die Achselschnüre für weibliche Offiziere entsprechen etwa der Größe1 für Männer, sind aber deutlich schmaler in der Breite und wirken auch heller. Die Befestigung an der Uniform weicht auch aus anatomischen Gründen von der bei bei männlichen Offizieren ab. Bei Männern befindet sich ein Knopf für die untere Schlaufe unterhalb des rechten Revers. Bei Frauen wurde ein Knopf ca. 2cm verdeckt innen hinter dem obersten Knopfloch angebracht zur Befestigung der Schlaufe ( siehe auch oben). Gerade für die "handvoll" weiblicher Offiziere der Volksmarine wurden fast alle Uniformteile in Einzelfertigung angefertigt. Ein Mitarbeiter der B/A Beschaffung der MfNV Niederlassung Berlin, Schnellerstr. bereiste zum Maßnehmen dazu extra die Standorte entlang der Küste und beauftragte dann die entsprechenden Konfektionsbetriebe mit der Sonderfertigung.
Ab den 70ziger Jahren wurden gezielt junge Frauen und Mädchen durch Reportagen in der Armeerundschau und anderen Illustrierten (FF-Dabei, NBI etc.) auf Berufe bei der NVA und den Grenztruppen aufmerksam gemacht. Die Werbemaßnahmen zeigten Wirkung. Für viele junge Frauen war es sicher auch verlockend auf diesem Wege schnell der oftmaligen Enge der elterlichen Wohnung (und Aufsicht) zu entkommen. Mit einem für DDR Verhältnisse anständigen Wehrsold und bei freier Kost und Logie (die Frauen wohnten in Wohnheimen außerhalb der Kaserne) war der materiellen Anreize genug gegeben. Eine Bereicherung für die Soldatenaugen (die oft 8 Wochen und mehr nicht in Urlaub durften!) waren sie allemal. Wenn solche Beine über die Kasernenstraße kamen, konnte der Spieß vergebens 100x "Die Augen gerade aus" brüllen! Die NVA konnte so schön sein!
In der Dezemberausgabe 1972
präsentierte
die Armeerundschau eine neue
Felddienstbekleidung
für weibliche NVA-Angehörige.
Die hier gezeigte Jacke war
aus einem Mischgewebe im
Anorakstil mit einknöpfbarem Futter
und Pelzkragen. Schon kurze Zeit später
wurde aber der bekannte Winter FDA
in Strichtarn auch für die Damen
eingeführt. Diese Uniform verschwand
aber nicht für immer, denn das MfS
übernahm den Stil für ihre als
Grenztruppen
legendierten Paßeinheiten
an der Staatsgrenze.
LASK Offiziersschülerin im 3.Ausbildungsjahr in Felddienstuniform Damen Winter . (Trageweise ca.1985/86) Die Schülerin ist ausgestattet für die topographische Geländeausbildung.  Der FDA Winter für weibl. Offiziere unterschied sich natürlich in vielen Details von denen für Männer. Neben den anatomisch bedingten spezifischen weiblichen Schnitt, gibt es weitere Besonderheiten. Die Uniformteile sind innen aufwendig klein gesteppt, der Taschenschnitt außen und die Lage der Innentasche sind anders. Die Jacke hat 5 Knöpfe im Kragen ( Männer nur 3) zur Aufnahme des Kragens und der Kragenbinde gleichzeitig. Das künstl. "Fell" auf dem Kragen entspricht dem Material an der Wintermütze. Weibl. Offiziere erhielten strukturmäßig nur 1 Paar Stiefel in Chromleder und kein braunes Offizierskoppel wie bei männl. Offizieren üblich. Unter den FDA (Sommer wie Winter) trugen die Offiziersschülerinnen übrigens wie die Männer "Weiß lang" in passenden kleinen Männergrößen! Die Löcher zum Befestigen der Schulterstücken sind bei diesem FDA, wie vom Offz.Wintermantel bekannt, innen verdeckt und nicht offen wie bei den Männer FDA. Unsere Uniform ist in Gr.g82, gedient . Die Wintermütze Gr.55, Stiefel Gr.26. Kleinteile(Dokumententasche, Kartenbrett usw.) wie Foto. Verkauft!

Auf dem Foto oben rechts ist der linksseitige Reißverschluß für den Einstieg in die Hose sichtbar. Die Hosen wurden auch von Frauen mit dem Hosenträger Extra Stark getragen. Unter feldmäßigen Bedingungen war diese Trageweise aber besonders für Frauen ( und auch für Männer gelegentlich!) ein Handicap. Ein menschlich nunmal notwendiges Herunterlassen der Hose war nur durch Ablegen der Oberbekleidung samt angelegter Ausrüstung möglich. Die Damen-Feldhosen der Bundeswehr haben diesen Seiteneinstieg nicht, sondern einen frontalen Eingriff wie die Männerausführung und man benutzt zum Körperhalt der Hose einen Gürtel. Somit besteht o.g. Problem in der Form für BW Frauen nicht. Oft sind es die kleinen Dinge die über den Sieg entscheiden .-) !

Die Damenstiefel haben eine andere Schnittform als die an männliche Offiziere ausgegebenen Chromlederstiefel und laufen vorn spitzer zu. Deutliches Merkmal ist auch die kleine Lederwulst im Spann.

Offizier-schülerinnen
der OHS der
LSK Kamenz

Leutnant der Grenztruppen (Politoffizier)    
als Alarm OvD in einem Grenzausbildungsregiment
(GAR) ca.1989. 
Nachdem bei den LASK   
und LSK 1984 der erste reguläre Ausbildungsjahrgang von Offiziersschülerinnen gestartet war,
begann 1985 an der
OHS der Grenztruppen in Suhl
ebenfalls die Ausbildung von Frauen.
Die jungen weiblichen Offiziere
sollten nach Ernennung zum
Leutnant Planstellen als
Politoffiziere in GAR , Stäben
und als Ausbilderinnen
an Uffz.Schulen besetzen. 
Die Grenztruppen planten
alle 4 Jahre einen
weiblichen Lehrgang
an der OHS durchzuführen.
VW = 80 €
Die Stempelung bei Frauen
FDA dieser Epoche findet
man beim Aufschlagen der
Uniform links oben direkt
auf dem Uniformstoff.
1958 ist hier nicht das
Herstellungsjahr , sondern
die Kennung des Herstellers.
Das Herstellungsjahr dieser
Uniform ist erkennbar an dem
Buchstaben "T".
Leider verschwindet meist
schon nach der ersten
chemischen Reinigung
die Stempelung, daher
sind gut erhaltene Stücke
von Frauen selten geworden. 
Die Sommer Frauen FDA besitzt
keine Innentaschen.
Die Winter FDA hat eine
Innentasche links unten
an der Knopfleiste. 


Zum 01.03.1983 bekamen die Damen bei der NVA etliche neue "modische" Uniformteile. Dazu zählten auch die oben links abgebildeten Uniformkleider. Für die Damen wurde auch eine neue Felddienstbekleidung , ähnlich der für Männer, eingeführt. Die Keilhose und der Anorak (siehe Foto weiter oben) entfielen. Die Baskenmütze ( die Bezeichnung Barett gab es nicht bei der NVA) wurde nun zur Felddienstuniform eingeführt. Die Änderungen waren im Ergebnis einer Befragung unter den weiblichen Militärangehörigen entstanden. Ausschnitte oben aus AR3-83.

Leutnant der Grenztruppen im olivfarbenen Dienstkleid für die Übergangszeit mit langem Arm. Interessant ist die Kaschierung bzw. Umgehung der DVO durch die Damen mit einem offiziell für die weiblichen Militärangehörigen eingeführten steingrauen Seidenschal (Bilder unten). Wenn zum Kleid der Sommermantel getragen wurde, musste eigentlich der schwarze Binder angelegt werden. Innerhalb von Gebäuden konnte das Kleid aber ohne Binder getragen werden. Also verdeckte man den Halsausschnitt mit dem Seidenschal und schon konnte der Binder zu Hause bleiben und ein lästiges An-und Ablegen entfiel, wenn Frau nur mal über den Appellplatz wollte. Verkauft!


Oberfeldwebel der Luftstreitkräfte  An dieser Dienstuniform lassen sich sehr gut die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten für bestimmte Jahreszeiten und Dienstumstände erkennen. Anstelle des hier dargestellten Rockes, konnte auch noch eine lange Hose getragen werden. Verkauft!                                                                                  
Bei der oben abgebildeten Strickjacke handelt es sich keineswegs um ein im Dienst genutztes ziviles Kleidungsstück. Wie die Etiketten beweisen, wurden die Strickjacken von der NVA ausgegeben.
Meisterin (Feldwebel) der Grenzbrigade  Küste als Ausbilderin kommandiert an die Unteroffiziersschule der Grenztruppen in Perleberg. In Perleberg gab es in den 80ziger Jahren für weibliche Uffz.-Schülerinnen eine reine Frauen - Ausbildungseinheit, in der Regel in etwa Zugstärke. Hauptsächlich wurden junge Frauen zu Unteroffizieren für den Bereich Nachrichtentechnik in Stäben der Grenzkommandos ausgebildet. Mit dem blauen Barett, 1983 wieder eingeführt, den blauen Marineschulterstücken auf der FDA und dem typischen Marineringpulli ist diese Uniform im Flachland schon recht auffällig. Bei dieser FDA Sommer ist keine Stempelung erkennbar. Besonders sind die von der Trägerin erkennbar nachträglich eingenähten Knöpfe für die Kragenbinde. UAZ und auch Offz.Schülerinnen trugen in den FDA immer Kragenbinden. Uniformgröße g82, Barett blau Gr.54, Ringpulli Gr.5, Kleinteile wie Foto. VW = 150 €
Leutnant Rückwärtige Dienste Wintermantel mit Damenwintermütze in der Trageform ab 1987. Verkauft!Stabsfähnrich der Luftstreitkräfte in Dienstkleid. Dieses Kleid war aufgrund seines synthetischen Materials nur in der kühleren Jahreszeit dienlich. Im Sommer war es defacto "luftundurchlässig"! Verkauft!

Auswahl Damen
Kopfbedeckungen
( "Kaffeebohne")
zur Dienst-und
Ausgangsuniform
ab 1963 .
Stück rechts
oben ist noch mit
gestickter LSK Schwinge
von 1963! Verkauft!

Auswahl Kopfbedeckungen
zur Felddienst-uniform von 1963 bis 1983. Ab 1983 kamen wieder
Barette in "Mode". Barette gab es schon von 1956 bis 1962 für Frauen bei der NVA! Rechts unten wieder
gestickt von 1963 LSK.
Verkauft!

Auswahl Wintermützen ab 1987.
Die Modelle haben nun Ähnlichkeit
mit den Stücken für Männer.
Auch kann für den Damen FDA
der Winterkragen wie für
männl. Offiziere üblich
verwendet werden.
Verkauft!

Für dieses Foto einer Fähnrichschülerin in der Armeerundschau 9-1988 bekam die Redaktion richtig Ärger.  Auch in der DDR der 80ziger Jahre war Rauchen nicht mehr chic. Werbung für Tabak und Spirituosen war seit Jahren aus den Medien verbannt. Das Foto brachte nun daher der AR nicht nur erboste Leserbriefe ( diese wurden sogar veröffentlicht!), auch von anderen staatlichen Stellen soll es Proteste gegeben haben. Nett sieht die Dame trotzdem aus und bestimmt raucht sie auch nicht mehr! Es war halt nur die Einsamkeit im Ledigenwohnheim! 
 
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