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Leutnant der NVA Grenztruppen 1969 In den 60ziger Jahren ließen sich insbesondere junge Offiziere eine laut DV erlaubte modische und angesagte Uniform für den Ausgang maßschneidern- den sogenannten Zweireiher. Diese Uniform war nicht nur optisch attraktiver , sondern auch im Gegensatz zur zu dieser Zeit bei den Landstreitkräften üblichen hochgeschlossen Uniform, angenehmer im Tragekomfort. Da es ausschließlich persönliche Maßanfertigungen sind und der Träger in der Regel auch nur eine davon hatte, sind diese Uniformen bei Sammlern heutzutage sehr gefragt. Mit der Einführung der regulären neuen Uniformen in offener Fasson ( Hemd & Binder) für alle Teilstreitkräfte um 1974, verschwanden auch die Zweireiher nach und nach. Das Recht der Fertigung für jeden NVA Angehörigen (ab Dienstgrad Soldat!) blieb aber bis zum Ende der NVA lt. DV bestehen. Unsere abgebildete Uniform ließ sich der ursprüngliche Träger (zuletzt Oberstleutnant im Stab GT Pätz) 1969 nach Abschluss der OHS in Plauen fertigen. Die Abzeichen ( außer Segelflug) wurden an dieser Uniform so von ihm bis zur Einführung der neuen Uniformen 1974 getragen. Interessant ist die an der OHS 1968 erworbene Kampfsportnadel in Gold auf der rechten Uniformseite. Darunter das 1969 als Zugführer in einer Grenzkompanie erworbene Militärsportabzeichen. Verkauft!
Auf dem linken Foto sieht man die Schraubbefestigung für die Schulterstücken. Rechts die Mütze von 1970 (Z) .


Obermatrose der Bootseinheiten der DDR Grenztruppen In Puncto ihrer Uniformen eine bemerkenswerte Sonderstellung hatten die Bootseinheiten der DDR Grenztruppen an der Elbe ( Dömitz) und in Berlin auf der Spree und Havel. Im Gegensatz zu den entsprechenden Uniformarten der Grenzbrigade Küste hatten die Bootseinheiten den bekannten Ärmelaufnäher der Grenztruppen seit ca.1974. Auch das Mützenband wurde für diesen kleinen Verband speziell gefertigt. Unser Arrangement zeigt einen Obermatrosen als Ehrenwache zum Tag der Grenztruppen am 01.12. An der Winterjacke wurde eigentlich keine Schützenschnur und Auszeichnung getragen, aber auf Befehl des Regimentskommandeurs konnte dazu aus besonderen Anlass abgewichen werden. Um natürlich bei "gemischter" Wache der NVA in puncto "Lametta" nicht nachzustehen, wurde von dieser Regelung in der DV selbstverständlich Gebrauch gemacht. Verkauft!


Ehrenwache
an der
NVA- Unteroffiziersschule
"Rudolf Egelhofer"
in Haide bei Weißwasser.


Obermatrose Postenführer der Grenzkompanie Boltenhagen der 6. Grenzbrigade Küste (6. GBK) Diese Uniform bekamen Ostseeurlauber entlang der DDR- Küste nach 22 Uhr oft zu sehen. Die Jungs der GBK hatten zumindestens in den Sommermonaten einen schönen Dienst und erlebten viele "tolle Momente" beim "Beräumen" von Strandkörben. Besonders die Mischung aus Felddienstuniform und Matrosenbekleidung ist schon interessant und viele Teile sind mittlerweile nur noch schwer zu bekommen. Ein ebenfalls interessanter Teil der Grenztruppen waren die Soldaten der Bootseinheiten auf der Elbe. Diese trugen auch eine ähnliche Uniformvermischung. Bei der abgebildeten Ausrüstung gibt es einige Teile, die natürlich nicht Standart waren. So wurden die "Luftis" als Sitzkissen in den 80ziger Jahren durch die Vorgesetzten nur geduldet. Ein "Postenradio" mit Ohrhörer hatten zwar viele Soldaten, der Besitz und die Nutzung war aber riskant und wurde bei Entdeckung auch deftig bestraft. Die Uniform ist in der Gr. 52 (Bj.1E). Der Ringpulli hat Gr.6 und der V-Pullover Gr.50. VW= 450€ Das Fernglas DF7x40 ist nicht Bestandteil des Angebotes!


Gefreiter (Postenführer) SPW-Richtschütze im GAR 5, 2. Batallion Potsdam Auf den ersten Blick möchte man meinen, diese Uniform sei in der falschen Rubrik. Aber weit gefehlt, sie spiegelt eine besondere Formation wieder. Nach der Übernahme der Grenztruppen zur NVA 1961 gab es ernsthafte Bestrebungen und Überlegungen sie mit Panzerkräften auszustatten. Dazu kam es aber nie wirklich. Mit dem Helsinkier KSZE Abkommen über Truppenreduzierungen und der folgenden Ausgliederung der Grenztruppen aus der NVA, kam das Thema aber wieder auf die Agenda. Das in Glöwen stationierte Grenzausbildungsregiment 5, insbesondere das in Potsdam, Heinrich-Mann-Allee stationierte 2. Batallion, wurden mit SPW 60PB ausgerüstet. In Potsdam waren es Ende der 80ziger fast 50 Stück SPW diesen Typs. Die Soldaten in Potsdam hatten eine deutlich stärkere Mot. Schützen Ausbildung als sonst in GAR üblich. Regelmäßig wurde das forcieren der Havel geübt. Damit war auch schon zu DDR Zeiten jedem klar, was diese Einheit im Ernstfall machen sollte- die Gewässer in Babelsberg Richtung Westberlin forcieren. Die Einheit war Reserve des Minister und wurde im Ernstfall sofort dem MfNV unterstellt. VW= 120 €

Oft genug hieß es in Grenzkompanien aus heiterem Himmel für Soldaten plötzlich: Spint ausräumen, alles transportfertig in 30min, sie werden versetzt. Wenn die Verwaltung 2000 den Daumen senkte, war es vorbei mit dem Grenzdienst. So auch das Schicksal des oben dargestellten Gefreiten. Nach der 12wöchigen Grundausbildung ging es an die grüne Grenze, der Staatsgrenze zur BRD in eine Grenzkompanie. Gegen Ende des zweiten DHJ absolvierte er die Postenführerprüfung und bekam die grünen Postenführerstreifen als Soldat. Aber dann kam die plötzliche Versetzung und über Umwegen landete er als Richtschütze in einem SPW eines GAR. Da er sich hat nichts zu Schulden kommen lassen, durfte er natürlich die Postenführerstreifen weiter tragen und bekam auch die damit verbundene Soldzulage. Später als Gefreiter mit den grünen Balken noch dazu, hatte er es diensttechnisch in einer Hinterlandeinheit natürlich richtig gut- er war halt mal richtig an der "Front". Viele versetzte Soldaten trafen es aber nicht so gut und landeten in Einheiten der NVA. Da hatten sie oft als Grenzer nichts zu lachen. In den 80zigern ging es dann oft in für die Volkswirtschaft tätige Einheiten im zumeist grenznahen Raum. Da konnte man es gut treffen. Viele Grenzer erfuhren nie oder erst nach der Wende warum sie eigentlich weg mussten. Oft genügte der Ausreiseantrag eines nahen Verwandten oder Freundes für das MfS um auf Nummer sicher zu gehen.


Als Grundwehrdienstleistender musste man 14 Tage bevor man eingezogen wurde seinen zivilen Personalausweis bei der Meldestelle der Volkspolizei abgeben. Man erhielt ihn erst nach Ableistung seiner Dienstzeit wieder. Den Wehrdienstausweis erhielt man kurz nach der Musterung und behielt ihn mindestens solange man im "wehrfähigen" Alter war, da man im Zuge einer Mobilmachung jederzeit binnen 24h zum Dienst eingezogen werden konnte. Clevererweise verschickte das Wehrkreiskommando die Telegramme zur Einberufung zum Reservistendienst (Mobilmachungsübungen) zumeist direkt an die Arbeitsstelle. So konnte man kaum noch mit Ausreden oder einer schnellen Krankschreibung tricksen. Oft übernahm sogar der Betrieb die schnelle "Verbringung" zum Gestellungsort. Mit zunehmenden Alter konnte so eine Übung mit Feldlager und anderen "Einlagen" sehr beschwerlich werden. Gerade Spezialisten waren oft übel dran, weil sie bei jeder größeren Übung fast jährlich bis zu 2 Wochen eingezogen wurden. Ich selbst kenne Unteroffiziersreservisten die nach Ableistung ihrer 3jährigen Dienstzeit mit 21 Jahren nochmal bis zu ihrem 35.Geburtstag auf ein halbes Jahr zusammengenommener Reservistendienstzeit gekommen sind.

Unten der WDA Teil mit den Eintragungen zu den Dienstorten. Bei vielen NVA Soldaten war da zumeist nur ein Feld ausgefüllt. Ausbildungsort war auch oft gleich Dienstort für 18 Monate.  Man konnte aber auch Glück haben und lernte die DDR kennen. Gerade Grenzer waren oft viel "unterwegs". Durch gelegentliche "Neudurchmischung" in den Grenzkompanien wollte man "Trott" vermeiden und "gemütliche Seilschaften" zerschlagen. Ich selbst habe in meinen 15 Monaten GWD bei den Grenztruppen an 15 verschiedenen Standorten Dienst versehen. ( Tageseinsätze mit Übernachtung nicht mitgerechnet). Oft wurden wir "ausgeliehen" für 1-2 Wochen ohne das eine Ummeldung im WDA stattfand. Ab Sommer 1989 waren wir im Dauereinsatz in der Volkswirtschaft oder erfüllten "Wochenendsollstärken" an verschiedenen GT Standorten, weil von dort auch zu viele in Betrieben eingesetzt waren. Durch "Abgänge" an Beschäftigten in vielen sowieso schon mit Personalmangel belasteten Betrieben über Ungarn und Prag verschärfte sich die Lage in der DDR 1989 zusehends. Nach der Grenzöffnung im November drohten ganze Industriezweige zu kollabieren. Insbesondere die Energie & Kohleindustrie "zitterte" schon vor dem Winter. So endete meine eigene Dienstzeit auch in solcher "Kohlekompanie". Nun als Angehöriger der chem. Dienste der NVA mit Standort in Storkow. Dort wurden wir auch als NVA Angehörige in die Reserve entlassen.


Fähnrich als Grenzaufklärer
Sie waren wohl die Elite der Grenztruppen der DDR.Handverlesen durch das MfS und geprüft durch die Verwaltung 2000. Die Grenzaufklärer operierten im vorgelagerten Grenzbereich meistens allein und verdeckt.
Die einfachen Grenzsoldaten mochten sie nicht,da sie auch die eigenen Kräfte beobachteten und Wachvergehen gleich mit schönen Fotos meldeten.
Schon ein freundliches Winken in Richtung BRD wurde als "Kontaktaufnahme mit dem Feind" ausgelegt und oft unverhältnismäßig bestraft. ca. Anfang 1979
FDU-Sommer m52 m. HT-ES, Hemd m.Binder Gr.40N, Offz.Käppi Gr.58, Stiefel chrom Gr.29, Koppel 120cm m. Tasche, Kamera Practica MTL3, UKW Funkgerät UFT771, Grenzfunk PSE-FMN, Regenmantel, Feldflasche VW= 450 €  (Das DF 7x40 ist nur zur Dekoration und nicht Bestandteil des Angebotes!)


Auch in der DDR hielt man bis zum Ende der NVA/Grenztruppen an der sogenannten Erkennungsmarke ("Hundemarke") in guter deutscher Tradition fest. Das Teil war aber ein Relikt einer überholten Kriegsführung. Jeder militärische Konflikt an der Staatsgrenze zur BRD (Nato) wäre binnen 24 Stunden in einen atomaren Krieg eskaliert. Durch "Planspiele" wusste man auch bei der NVA , dass nach 48 Stunden 90% der Soldaten Tod bzw. Kampfunfähig gewesen wären. Wer hätte von diesen Millionen Toten die Marken einsammeln sollen, auswerten und wen wollten sie noch benachrichtigen?


Oberleutnant PKE Berlin Diese zu DDR Zeiten der Allgemeinheit eigentlich recht unbekannte Uniform ging auf Fotos vom Grenzübergang Bornholmer Strasse am 09.November 1989 um die Welt. Ca. 3500 als Angehörige der Grenztruppen legendierte Mitarbeiter des MfS versahen ihren Dienst in den Pass-Kontroll-Einheiten an den Grenzübergangsstellen der DDR zur BRD und Westberlin.
Für die GÜST um Westberlin wurden besonders viele ehemalige Angehörige des MfS Wachregimentes nach Ableistung ihrer verpflichteten Dienstzeit angeworben und mit unnatürlich schnellen Beförderungen bedacht. Der Träger dieser Uniform wurde nach seiner Entlasung vom Wachregiment als Stabsfeldwebel innerhalb von nur 10 Jahren über die Fähnrich Dienstgrade bis zum Oberleutnant "durchbefördert". Der regenabweisende Anzug mit Thermofutter ist in der Gr. m52. Hose lang m52-1, Hemd Gr.42L m. Binder, Schirmmütze Gr.58, Halbschuhe Gr.29  Verkauft !
Gefreiter (Postenführer) als UvD
der Grenzkompanie Morsleben
ca. Frühjahr 1989
Die Einheit befindet sich im Grenzalarm
wegen zwei "abgängigen" bewaffneten
sowjetischen Fallschirmjägern aus Gardelegen.
Daher das kleine Geschirr.
Unser EK "52Anton" hat an solchen Tag
mit dem UvD Posten Glück.
Am "Kanten" wird es bei solchen Lagen
ohne Ablösung im Freien schnell ungemütlich.
Jacke sg56, Hose g56-2 m. HT-ES,
V-Pullover Gr.56, Stiefel 29,5
Käppi Gr.58, Koppel,Tragegestell m.
Magazintasche, Armbinde,
Quali GT Stufe 3, Sportabzeichen,
Bestenabzeichen 2x
Verkauft!

Obige Publikation in der AR 12/85 zur Einführung der neuen Qualifikationsabzeichen bei der NVA und den Grenztruppen haben wir hier u.a. für die Sammlerfreunde in Görlitz eingestellt. Im begleitenden Text wird nämlich eine bisherige leichte Unklarheit zur Trageweise bei den Grenztruppen aufgelöst. Bei den Grenztruppen gab es das bekannte Allgemeine Abzeichen für den Grenzdienst ( rechts mit Grenzpfahl). Die anderen Formen waren für Grenzer auch möglich, so den sie Spezialisten in dieser Waffentechnik waren und sich darin qualifiziert haben. Also Nachrichten und KFZ Dienst sowieso aber auch z.B. mot. Schützen, Ari und fliegertechnischer Dienst wären möglich, da die Grenztruppen über derartige Verbände verfügte. Wieder ein Puzzle gelöst! Jetzt brauchen wir nur noch Fotobelege von Grenzern mit "exotischen" Qualispangen!


Gesicherte Grenze- gesicherter Friede!                                                                                               Good fences make good neighbours – gute Zäune machen gute Nachbarn.                                          Manches bekommt doch nachträglich eine Bedeutung!

 
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